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Idee & Hintergrund

 

Ess-Störungen haben in den letzten Jahren besorgniserregend zugenommen und gehören heute zu den häufigsten psychischen Erkrankungen des Jugendalters. Betroffen sind vor allem Mädchen und junge Frauen im Alter von etwa 12 bis 25 Jahren; es wird geschätzt, dass bis zu fünf Prozent dieser Altersgruppe an Ess-Störungen leiden. Inzwischen gibt es aber auch eine nicht unerhebliche Anzahl an jungen Männern, die an Ess-Störungen erkranken.

Aufklärung, Prävention für Risikogruppen sowie Hilfestellung für Betroffene und Angehörige sind angesichts dieser besorgniserregenden Tendenz unerlässlich.

 

Kreativität als Weg

 


Kreativität ist eine wichtige und wertvolle Ressource in der Prävention und Behandlung von Ess-Störungen. Gerade in der Arbeit mit Jugendlichen braucht es kreativer Medien, denn diese sprechen neben dem Verstand vor allem die so wichtige emotionale Ebene an. Vor diesem Erfahrungshintergrund entwickelte die Musiktherapeutin Stephanie Lahusen 2006 gemeinsam mit fünf jungen Frauen und der Grafikerin Christine Kaufmann das Ausstellungsprojekt Klang meines Körpers©.
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Die Besonderheit des Projektes ist der musiktherapeutische, ressourcenorientierte Ansatz, der Jugendlichen und anderen Interessierten sehr persönliche und tiefe Einblicke in die Gedankenwelt betroffener Menschen eröffnet. Über Lieder (Hörstation) und Porträts können sich die Besucher und Besucherinnen interaktiv und multimedial mit der Thematik auseinandersetzen und ins Gespräch kommen. Darüber hinaus werden in fünf Schatzkisten symbolisch Wege der Vorbeugung und der Krankheitsbewältigung aufgezeigt.

 

Gerade dort, wo Worte fehlen, können Bilder und Musik stellvertretend sprechen. Jugendliche bekommen über Musik, Bilder, Collagen und Texte von Betroffenen einen persönlichen, unmittelbaren Zugang zur Problematik der Ess-Störung. Die Schülerinnen und Schüler erleben sich als Schauende, Hörende und Gestaltende und eröffnen sich dadurch unterschiedliche Spielräume, um die Problematik ganzheitlich zu erfassen. (Stephanie Lahusen).


Das Projekt basiert auf den Erfahrungen langjähriger musiktherapeutischer Arbeit. Es verdeutlicht das schöpferische Potential der Betroffenen und stellt dessen zentrale Bedeutung für die Prävention und und Überwindung von Ess-Störungen heraus. Das Projekt wurde 2007 mit dem Bayerischen Gesundheits-und Präventionspreis (1.Preis) ausgezeichnet.

 

 

Projektziele

 

Klang meines Körpers © will informieren, Jugendliche stärken, damit Ess-Störungen erst gar nicht entstehen und Betroffenen frühzeitig Hilfestellung geben. Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, die mit Jugendlichen arbeiten, unterstützen die Ausstellung sowie die begleitenden Schulungen und Arbeitsmaterialien in der Behandlung des Themas. Vor Ort bietet die Projektinitiatorin im Rahmen ihrer Praxistätigkeit in Düsseldorf, Betroffenen und Angehörigen ganzheitliche Unterstützung und Begleitung in Form von kreativtherapeutischen Gruppen, Projekten und Seminaren.



Projektmodule

 

  • interaktive Ausstellung
  • Schulungen
  • Begleitmaterialien

 

 

Zielgruppen

 

  • Schulen (ab 7./8. Klasse aller Schularten), Jugendeinrichtungen
  • Jugendliche und junge Erwachsene
  • Eltern und Angehörige von Betroffenen
  • Multiplikatoren/Multiplikatorinnen aus Schulen, Jugend- und Gesundheitsämtern, Beratungsstellen der Sucht- und
    Erziehungshilfe, Kliniken und anderen Einrichtungen der psychosozialen Versorgung.

 

Was zeichnet KmK aus?

 

  • KmK vermittelt eine positive und lebensbejahende Botschaft und bietet ressourcenorientierte und kreative Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen zum Thema Ess-Störungen.

  • Mit KmK gelingt sowohl eine Sensibilisierung der Jugendlichen und ihres Umfelds insgesamt, als auch die frühzeitige Ansprache von Jugendlichen, die gefährdet sind oder bereits an einer Ess-Störung leiden. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Multiplikatoren/Multiplikatorinnen und örtlichen Vernetzungsinitiativen und Hilfeeinrichtungen finden gefährdete und betroffene Jugendliche und ihre Angehörigen einen niederschwelligen und raschen Zugang zu regionalen Beratungs-und Hilfsangeboten.

  • KmK zielt auf die Kooperation mit regionalen Vernetzungsinitiativen Ess-Störungen, um eine nachhaltige, intensive und erfolgreiche Präventionsarbeit zu gewährleisten. Damit soll einem reinen Ausstellungsevent vorgebeugt und die Qualität des Projektes gesichert werden.



Standorte

 

Das Ausstellungsprojekt wird seit 2009 in Bayern und im Rheinland gefördert und eingesetzt. Gehen Sie auf Kontakt, um mehr über die Kooperationspartner und Kontaktadressen zu erfahren.

 

 

Die Eröffnung

Die Eröffnung der Ausstellung fand im Oktober 2006 in Bamberg statt. Sie ist seitdem in ganz Bayern im Einsatz.

 

Die Preisverleihung

Im November 2007 wurde das Projekt mit dem "Bayerischen Gesund-heitsförderungs- und Präventionspreis 2007" (1.Preis) der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V. und des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit ausgezeichnet.

 

Die Paten

Im Oktober 2008 übernahmen die Wise Guys die Patenschaft für das Ausstellungsprojekt. Wir danken den Wise Guys für ihre Unterstützung.

 

Die Paten

Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt eröffnete die Ausstellung am 04.09.2009 in Dormagen. Unter dem Dach des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln wird sie nun auch in NRW zu sehen sein.